Kleingärtnerverein Flora e.V.

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Gartenfachberatung


Hallo, Ihr Pächterinnen und Pächter von "Flora"!

Es ist so weit. Damit Ihr zukünftig Anfragen, Anmerkungen oder Termine mit mir absprechen könnt, Habe ich nun eine Internetadresse eingerichtet, unter der Ihr mir direkt schreiben könnt, wenn Ihr ein Anliegen habt.

Die Mailadresse lautet:e-mail an fachberatung-kgv-flora@gmx.de fachberatung-kgv-flora@gmx.de

Ich freue mich auf Eure Fragen und Anregungen.

Zusätzlich werdet Ihr auch auf der Homepage des Vereins Informationen finden, auf die ich stoße und so interessant finde, dass ich sie weiter verbreiten möchte.

Ich lese hoffentlich bald von Euch.
Luise Eichholz
Fachberaterin




Hecke schneiden - auf die Höhe kommt es an

Hecke schneiden

In diesen Tagen und Wochen dürfen wir wieder unsere Hecken zu den Wegen schneiden, sofern sich keine "bewohnten Nester" mehr in ihnen befinden. Dabei ist eine von der Gartenordnung Hannover vorgegebene Heckenhöhe von 1,20m einzuhalten. Ich zitiere aus der Gartenordnung.

Unter Punkt 3.2 heißt es dort: "Soweit keine anderen Anordnungen getroffen worden sind, darf die Höhe der Zäune innerhalb der Anlage die Höhe von 1,20 m nicht übersteigen. Hecken oder freiwachsende Sträucher zur Einfriedung an den Wegen sollen die Höhe von 1,20 m nicht übersteigen. Sie müssen einmal jährlich fachgerecht geschnitten werden. Tore und Pfosten sollen nicht höher als die Zäune sein."

Das hört sich sehr willkürlich an. Aber der Gesetzgeber hat sich dabei etwas gedacht. Und das drückt er unter Punkt 1.3 der Gartenordnung so aus: "Die Gärten sollen als Bestandteil des Öffentlichen Grüns von den Vereinswegen einsehbar sein."

Wir nutzen unseren Kleingarten zwar privat, aber er gehört zum öffentlichen Grün der Stadt und hat damit eine wichtige soziale Bedeutung, wie z.B. auch Grünanlagen, Parks oder Stadtwälder.
Die Menschen aus den umliegenden, oft sehr verdichteten Wohngebieten sollen die Möglichkeit zu Erholung und Entspannung bekommen, wenn sie durch die Kleingärten gehen. Der Blick in die Gärten soll sie erfreuen. Und viele Gärten sind ja wirklich zum Freuen.
Als Sichtschutz sind die Hecken an den Wegen nicht gedacht. Da hat jeder Pächter innerhalb seines Gartens genügend andere Möglichkeiten. S. Gartenordnung!
Die meisten halten sich ja dran, aber – wie überall – gibt es leider auch bei uns "schwarze Schafe". Sie mögen doch bitte in sich gehen!
Die Gartenordnung schreibt uns etliche Regeln vor. Aber innerhalb unseres Kleingartens haben wir doch ungeahnte Möglichkeiten der Nutzung. Es ist leicht, die Hecke zum Weg auf 1,20 m zu schneiden.
Lasst Eure Mitmenschen teilhaben an der Freude an Eurem Garten!

Luise Eichholz
Fachberaterin



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Lasst sie leben – die Tigerschnegel

Tigerschnegel

Katrin aus dem Nachbargarten brachte mir eine Schnegel. Was ich dann las, brachte mich darauf, Euch doch etwas über dieses Tier zu vermitteln.

Wer mag schon gerne Schnecken im Garten?! Diese Monster, die über Nacht das frische Grün von Dahlien, jungen Gemüsepflanzen, Rittersporn und was noch alles abfressen!

Nicht so der oder die Schnegel (der Duden erlaubt beide Schreibweisen)! Wenn Ihr auf so eine Schnecke trefft, schätzt Euch glücklich!

Die Schnegel ernährt sich von abgestorbenen oder welken Pflanzen(teilen), von Pilzen, sogar von toten Tieren, also Aas. An frisches Grün gehen sie so gut wie gar nicht ran. Und: was fast das Wichtigste ist: sie fressen die Gelege von anderen Nacktschnecken, egal wie groß die Eier sind, und überwältigen sogar Nacktschnecken, die so groß sind wie sie und fressen sie dann.
Sie könnte also eine Verbündete sein, im Kampf gegen die anderen Nacktschnecken!
Man kann sie inzwischen sogar kaufen. Es gibt eine Züchterin, die sie vermehrt und versendet. Im Internet zu finden!

Sonst noch wissenswert: Die Schnegel kann bis 20cm lang werden, im Durchschnitt eher 13cm. Sie ist ein Zwitter. D.h. Jede Schnecke hat einen weiblichen und einen männlichen Genitaltrakt. Ich konnte nicht finden, ob sie sich selbst befruchten können. Stattdessen aber ausführliche Artikel über ihr Paarungsverhalten! Schön zu lesen bei Wikipedia.

Sie ist nur nachtaktiv, versteckt sich tagsüber. Auf Grund ihrer Lebensweise sind die Schnegel, besonders im Gemüsegarten, als Nützlinge anzusehen. Wer hätte das gedacht!?

Viel Freude beim Gärtnern wünscht
Luise Eichholz
Fachberaterin im Verein Flora!



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Wässern – mit Köpfchen

Alle Lebewesen brauchen zum Leben Wasser. Das gilt natürlich auch für unseren Garten. Wasser ist kostbar. Darum ist es besonders wichtig, es mit Sachverstand einzusetzen.

Wenn man ein paar Regeln einhält, ist das gar nicht so schwer.

Nach Möglichkeit morgens gießen. Dann steht das Wasser den Pflanzen tagsüber für den Stoffwechsel zur Verfügung. Wasser, das auf Blätter gelangte, kann abtrocknen. Die Gefahr von Pilzerkrankungen wird reduziert.

Nicht "von oben" gießen, sondern das Wasser in den Wurzelbereich bringen, ohne den Wurzelballen frei zu spülen. Das ist gerade beim abendlichen Wässern wichtig, damit das feuchte Milieu über Nacht nicht zu Pilzerkrankungen führt. Gießmulden helfen, um das Wasser im Wurzelbereich der Pflanze zu halten – das spart auch Wasser.

Vor dem Gießen eine Fingerprobe machen: dazu steckt man den Zeigefinger in den Boden – fühlt man noch Feuchtigkeit , braucht man nicht zu gießen.

"Einmal Hacken ersetzt zweimal Gießen" - so eine alte Gärtnerregel. Dahinter steckt Folgendes: Im Boden bilden sich immer Kapillaren, durch die Wasser in die Atmosphäre verdunstet. Hacken hilft, die Kapillarstruktur zu zerstören. Der Boden bleibt dicht, Wasser kann nicht verdunsten.

Mulchen schützt die Bodenoberfläche vor Erosion und Verdunstung.

Wieviel muss ich wässern?
Dazu eine einfache Regel: man muss sich nur merken, wie lange der Sprenger laufen muss, um 15 cm Boden zu durchfeuchten. (In diesem Bereich sind die meisten Wurzeln). Den Sprenger eine halbe Stunde laufen lassen, dann ein pyramidenförmiges 15 cm tiefes Stück aus dem Boden stechen. Sind noch nicht 15cm erreicht, weiter wässern.

Man also braucht nur ein- bis zweimal pro Woche zu wässern, dann aber intensiv.

Fröhliches Gärtnern
wünscht Luise, Gartenfachberaterin


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Sauzahn statt Spaten – Tipps zur Bodenbearbeitung

Umgraben stört das Gleichgewicht

Sauzahn

Über das Gartenjahr hat sich im Boden eine lebendige Humusschicht von 15 bis 20 Zentimeter gebildet. Von Zentimeter zu Zentimeter sind die Lebensbedingungen für Kleinst- und Mikroorganismen anders. Beim Umgraben wird das ganze System plötzlich auf den Kopf gestellt. Die luftabhängige obere Schicht mit ihren nützlichen Bewohnern wird praktisch begraben. Die Nährstoffproduzenten aus der Wurzelzone sind auf einmal an der frischen Luft und das fein abgestimmte System, das sich über das Jahr aufgebaut hat, ist damit kaputt. Viele der nützlichen Helfer im Boden sterben ab. Diejenigen, die überleben, müssen ihr ganzes System wieder neu aufbauen. Das vermindert die Fruchtbarkeit des Bodens und verzögert das Wachstum im neuen Jahr.

Luft in den Boden bekommt man auch ohne totales Umgraben, nämlich mit Grabegabel und Sauzahn.

Die Grabegabel ist vielseitig einsetzbar. Man kann mit ihr ausgezeichnet lüften und Erde lockern: in den Boden stechen, einmal vor und zurück bewegen und in kurzen Abständen von wenigen Zentimetern wiederholen. Eine gute Grabegabel ist aus geschmiedetem Stahl, hat vier flache, starke Zinken und einen T-Stiel aus Eschenholz.

Der Bio-Bodenlockerer par excellence ist der Sauzahn, der vor allem in lockeren Böden zum Einsatz kommen sollte. In unseren Gärten haben wir überwiegend lockeren Boden. Der Sauzahn lockert die Erde mit wenig Kraftaufwand bis auf 20 Zentimeter Tiefe, ohne die die natürliche Bodenschichtung durcheinander zu werfen. Auch Kompost und Gründüngung kann mit ihm in die Erde eingebracht werden. Er besteht aus einem sichelförmig gebogenen Zinken, der in eine platte Spitze auslüuft.

Viel Freude bei der Frühjahrsbestellung!
Luise Eichholz
Gartenfachberaterin Flora


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